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Wasserenthärtung durch Ionentausch

Bei der Wasserenthärtung im Ionentauschverfahren werden Härtebildner wie Calciumkarbonat und Magnesiumkarbonat im Tausch gegen leicht lösliche Neutralsalze herausgenommen. Das Wasser wird enthärtet, der Gesamtsalzgehalt bleibt aber weitgehend gleich. Zusätzlich wird Kohlensäure frei, die vor dem Austausch an den Härtebildnern gebunden war.

Bei der Enthärtung mittels Ionentausch durchströmt das Wasser ein Filtermedium, das sogenannte Ionen-tauscherharz. Das Weichwasser hat eine Wasserhärte von nahezu 0° fH und wird bei Trinkwasser mittels einer Verschneideinrichtung, die entweder am Steuerventil oder am Montageblock angebracht ist, mit Rohwasser auf den gewünschten Härtegrad, meistens auf ca. 10°–12° fH eingestellt. Wird für gewerbliche Zwecke ausschliesslich nullgrädiges Wasser benötigt, so ist keine Verschneidung erforderlich. Bei der Enthärtung kommt ein Kationentauscher zum Einsatz. Bei der Filterung nimmt der Ionentauscher die Kalzium-Ionen auf und gibt gleichzeitig Natrium-Ionen ab. Wie der Name «Tausch» schon sagt, bleibt der Salzgehalt und somit der Leitwert im Wasser weitgehendst gleich.

Jeder Ionentauscher hat nur eine bestimmte Anzahl von Ionen, die er tauschen kann. Ähnlich einer Autobatterie die geladen werden muss, wenn man vergessen hat das Licht auszuschalten, muss auch der Ionentauscher wieder mit Natriumionen geladen werden. Dieser Vorgang nennt sich Regeneration.